Brigitte Zypries: „Themen mit gesellschaftlicher Relevanz“

06.07.2026

|

Ein Beitrag von: Brigitte Zypries

Diesen Beitrag teilen:

2019 hat die ehemalige Bundesministerin Brigitte Zypries den Vorsitz des Beirats des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) übernommen. In ihrer Funktion unterstützt sie das Institut bei der Wahrung seiner Unabhängigkeit und seiner strategischen Weiterentwicklung. Im Gespräch erklärt Brigitte Zypries, was sie in den Beirat geführt hat – und welche Zukunft sie für das DISQ sieht.

Frau Zypries, was hat Sie damals bewogen, den Beiratsvorsitz beim DISQ anzunehmen?

Zypries: „Ganz ungeniert: Bianca Möller hatte mich damals einfach gefragt. Ich kannte sie vorab als Geschäftsführerin des Instituts und habe dieses Angebot sehr gerne angenommen. Vor allem, weil ich es interessant fand, wie der Beirat und das Institut aufgebaut sind. Im Beirat sind Profis aus unterschiedlichsten Bereichen, die alle einen anderen Blickwinkel auf die Studien und Erhebungen haben. Besonders vorteilhaft ist es etwa, dass mit Professor Dr. Michel Clement ein aktiver forschender Akademiker und mit Judith Klose die Vize-Präsidentin Media & Marketing vom Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey dabei sind. Ich bringe als Juristin nochmal ganz andere Eindrücke und Kompetenzen mit. Das ist eine gute Mischung.“

Diese Vielfalt an Perspektiven klingt nach einem echten Mehrwert. Was macht das Institut aus Ihrer Sicht langfristig stark und einzigartig?

Zypries: „Beim DISQ handelt es sich um ein sehr innovatives Institut, gerade was die Studienbereiche und Themen angeht. Hier kümmern sich die Mitarbeitenden um Studien zu modernen Themen, die neue Wirtschaftszweige und -gebiete ansprechen. Und viele davon hängen direkt mit dem Leben der Menschen zusammen, begegnen jedem von uns täglich. Es geht um modernste Coffee-Shops, bekannte Paketdienstleister und Neo-Banken. Ich kenne kein anderes Institut, das so breitgefächert Branchen untersucht.“

Man merkt, dass Sie mit Freude bei der Sache sind. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit dem DISQ besonders?

Zypries: „Das klingt vielleicht etwas banal, aber es ist tatsächlich die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Beirat. Aber auch mit den Mitarbeitenden des DISQ. An dieser Stelle will ich insbesondere Bianca Möller meinen Dank aussprechen: In unserer Kommunikation funktioniert immer alles reibungslos. Daran merkt man, wie versiert und kompetent die Mitarbeitenden beim Institut sind. Hier sind echte Profis am Werk!“

Ein schönes Zeugnis für das Team. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Instituts?

Zypries: „Ich wünsche mir, dass die thematische Lebendigkeit und Flexibilität, von der ich eben sprach, erhalten bleibt. In diesem Zuge fände ich es schön, wenn sich die Beobachtungen und Studien noch weiter in digitale Bereiche ausdehnten, vor allem in Richtung KI. Mir ist vor Kurzem auf einer Veranstaltung erneut bewusst geworden, wie KI besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen im Büroalltag unter die Arme greift. Hier könnte das DISQ ansetzen und Studien stärker in Richtung KI-Tools und -Software erheben. Aber auf die Idee kommen die kompetenten Mitarbeitenden sicher auch selbst (lacht). Ich bin mir sicher, dass sich das Institut gut weiterentwickeln wird – denn an modernen Themen und gesellschaftlicher Relevanz hat es dem Deutschen Institut für Service-Qualität noch nie gemangelt.“

Weitere beiträge

Entdecken Sie
Tests, Studien & Awards.