Die Zukunft der Marktforschung: 5 Trends, die die Branche verändern
06.07.2026
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Ein Beitrag von: DISQ Redaktion
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Künstliche Intelligenz, synthetische Daten, automatisierte Analysen: Die Marktforschung steht als gesamte Branche vor einem fundamentalen Wandel. Doch was bedeutet das für die Qualität von Erkenntnissen? Und wo liegt die Grenze zwischen Effizienzgewinn und methodischer Schwäche? Das DISQ gibt Einblick in die wichtigsten Entwicklungen und erklärt, warum der Mensch der Mittelpunkt moderner Marktforschung bleiben muss.
1. KI automatisiert Routineaufgaben: Zeitgewinn für Wichtiges
KI kann vor allem dort unterstützen, wo zeitintensive Routineaufgaben anfallen und Kapazitäten binden. Tools auf Basis von Natural Language Processing (NLP) können tausende Freitextantworten in Minuten kategorisieren, etwa Datenerfassung, Tabellierung, Codierung offener Antworten. Das sind Aufgaben, die früher Tage dauerten.
Das bedeutet, dass Marktforschungsinstitute wie das DISQ Kapazitäten gewinnen, die sie in das investieren können, was KI nicht kann: Die Einordnung von Ergebnissen in den inhaltlichen Kontext, die kritische Bewertung von Datenqualität und das Ziehen von Schlussfolgerungen, die über Muster hinausgehen und echte Aussagekraft haben.
2. Synthetische Daten: Kein Ersatz für echte Menschen

KI-generierte „virtuelle Zielgruppen”, die echte Befragungen simulieren sollen, sind das derzeit am intensivsten debattierte Thema der Branche. Synthetische Daten sind zwar interessant, aber nicht immer verlässlich.
Wo synthetische Daten funktionieren:
- Schnelle Vortests von Konzepten und Kommunikationsideen
- Hypothesenprüfung vor der eigentlichen Erhebung
- Ergänzung bei sehr kleinen Zielgruppen
Wo sie an Grenzen stoßen:
- Sie spiegeln vergangenes Verhalten wider, keine echten Zukünfte
- Emotionale Nuancen, Widersprüche und kulturelle Kontexte gehen verloren
- Sie reproduzieren systemische Verzerrungen (Bias) aus ihren Trainingsdaten
Der DISQ-Standpunkt: Synthetische Daten können echte Befragungen ergänzen. Ersetzen können sie sie nicht. Menschliches Erleben lässt sich nicht zuverlässig simulieren: Emotionale Nuancen, kulturelle Feinheiten, das Unerwartete – vieles geht dabei verloren. Deswegen wird das DISQ weiterhin Mystery-Tests und Kundenbefragungen durchführen.
3. Mystery-Tests bleiben unverzichtbar: Trotz KI
KI übernimmt immer mehr Kundenkontakte, synthetische Daten gewinnen an Bedeutung. Doch die reale Serviceerfahrung ist wichtiger denn je. Mystery-Shopping durch geschulte Tester liefert Erkenntnisse, die keine Algorithmusauswertung replizieren kann.
Warum Mystery-Tests auch in Zukunft unverzichtbar sind:
- Sie erfassen das tatsächliche Serviceverhalten – nicht das berichtete
- Sie decken Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf
- Sie liefern konkrete, handlungsrelevante Befunde auf Filial- oder Mitarbeiterebene
- Sie messen auch nonverbale und atmosphärische Qualitätsmerkmale
Das DISQ führt jährlich zahlreiche Mystery-Tests in Branchen wie Handel, Banken, Versicherungen, Telekommunikation und Gastronomie durch. Diese Methode bleibt zentraler Bestandteil der Arbeit des DISQ.
4. Kundenumfragen: Breite Datenbasis, tiefe Erkenntnis
Große Datenmassen aus passiven Quellen (Klickverhalten, Social Listening, Transaktionsdaten) liefern viele Signale. Das DISQ nutzt solche Quellen bereits aktiv, etwa durch Social Listening und die systematische Auswertung digitaler Inhalte, um ein umfassendes Bild von Unternehmen und Branchen zu gewinnen. Doch auch diese Daten liefern selten ein vollständiges Bild der Motive. Erst die direkte systematische Befragung macht diese sichtbar.
Was gute Kundenumfragen leisten müssen:
- Methodisch sauber und repräsentativ aufgesetzt sein
- Kurz genug gestaltet sein, um hohe Teilnahmequoten zu sichern
- Tief genug angelegt sein, um fundierte Aussagen zu liefern
Das DISQ setzt auf sorgfältig konzipierte Fragebogendesigns und strenge Qualitätskontrollen. Denn ein verzerrtes Ergebnis – egal wie schnell es vorliegt – hat keinen Wert.
5. Vertrauen wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Je mehr KI in die Forschung einzieht, desto wichtiger wird eine Frage: Wie verlässlich sind diese Daten wirklich? Institute, die Methoden transparent offenlegen, klare Qualitätsstandards kommunizieren und nachvollziehbare Gütekriterien anwenden, werden Vertrauen gewinnen: von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die sich auf Studienergebnisse verlassen, und von Unternehmen, deren Testsiegel aus diesen Ergebnissen hervorgehen.
Das DISQ steht für methodische Transparenz, wissenschaftliche Sorgfalt und unabhängige Ergebnisse. Qualitätssicherung ist nicht verhandelbar, auch nicht im Zeitalter der KI.
Fazit: KI als Werkzeug, Mensch als Maßstab
Die Marktforschung verändert sich – tiefgreifend und dauerhaft. KI macht vieles schneller, günstiger und skalierbarer. Doch der Kern bleibt: echte Menschen, echte Erfahrungen, echte Erkenntnisse.
Das DISQ verbindet das Beste aus beiden Welten: modernste Analysetechnologien und bewährte Erhebungsmethoden wie Mystery-Tests und Kundenumfragen – die Grundlage für Testsiegel, auf die Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen vertrauen. Weil Servicequalität zu komplex ist, um sie Algorithmen allein zu überlassen.
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